Überraschend: Was die Jungen wirklich denken.

  • 28. April 2016, 13:33

Die Welt, unsere Staaten und unsere Leben werden bunter! Wir bewegen uns frei durch die Staatsgebiete eines gemeinsamen Europas. Wir gehen in Bayern zur Schule, studieren in London, machen eine Ausbildung in Stockholm. Wie denkt eigentlich eine Generation, die in genau dieser Freiheit und Vielfältigkeit aufwächst über die derzeitigen Herausforderungen? Bei einer SINUS-Studie aus dem Jahr 2016 hat der Springer Verlag Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus Deutschland über deren Sichtweise zu den gegenwertigen Verhältnissen befragt. Die Ergebnisse verblüffen.

1. Nationale Identität? What’s that?
Die nationale Identität ist für die meisten Jugendlichen ein zunehmend wertfreier Begriff, der eher mit Herkunft als mit Zugehörigkeit assoziiert wird.

2. Sinn des Lebens?
Jugendliche interessieren sich für die Fragen des Lebens. Woher kommen wir? Was passiert nach dem Tod? Dies relativ unabhängig davon ob konfessionslos, christlich oder muslimisch. Die strikten Ansichten von Religionsgemeinschaften verlieren hier tendenziell an Bedeutung und die Toleranz ist gestiegen.

3. Wir sind Weltbürger!
Die Staatsangehörigkeit ist für die meisten Jugendlichen kein wirkliches Identitätsmerkmal, sondern mehr eine Aufenthaltsberechtigung in einem Land.

4. Was ist eigentlich mit dieser Umwelt?
Den Umweltschutz sehen fast alle Jugendlichen als eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Dabei haben die meisten Jugendlichen allerdings nur wenig Hoffnung, dass ihr eigenes Verhalten wirklich Auswirkungen hat und die Menschheit die Umweltprobleme lösen kann.

5. Was sind Patrioten?
Flagge, Hymne und Reisepass stehen heute in wenig emotionalem Bezug und haben einen sehr geringen Symbolwert.

6. Immer online!
Durchgehend online zu sein ist der absolute Normalzustand, entsprechend selbstverständlich ist der Umgang mit digitalen Medien. Ohne Internet und Handy fühlen sich die meisten Jugendliche unwohl.

7. Und wie ist das mit den Menschenrechten?
Gleiche Rechte für alle Menschen! Davon sind die meisten Jugendlichen überzeugt.

8. Wie stehen wir eigentlich zur Flüchtlingskrise?
Grundsätzlich stellen die meisten Jugendlichen dem deutschen Staat ein positives Zeugnis im Umgang mit Flüchtlingen aus. Von andere Ländern der EU wird jedoch mehr Engagement gefordert. Über alle Lebenswelten hinweg zeigt sich allerdings, dass die Jugendlichen wenig bis keinen persönlichen Kontakt zu Flüchtlingen haben.

9. Naja Geschichte – wir wissen nicht so recht!
Das Interesse und das Wissen der heutigen Jugend über Geschichte und Historie sind eher begrenzt – die deutsche Vergangenheit wird grundsätzlich meist mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht und ist negativ konnotiert. Ein Großteil der Jugendlichen wünscht sich einen lebendigeren Geschichtsunterricht, der sich auf aktuelle Ereignisse bezieht oder Berichte durch Zeitzeugen.

10. Schafft die Schulbücher ab!
Das Bildungswesen hinkt aus Sicht der Jugend der technologischen Entwicklung weit hinterher. Die Bildungseinrichtungen schaffen es nicht Schritt zu halten mit dem digitalen Fortschritt. Insgesamt sehen Jugendliche die Schule als relevanten Akteur in der Vermittlung von Medienkompetenz. Vor allem auch mit dem verantwortungsvollen Umgang!

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Foto: Africa Studio / shutterstock