Pajestka: Gesellschaftliche Verantwortung für unser Unternehmen zentral!

  • 3. August 2016, 17:13

Das junge Unternehmen arbeitet an einem Schuh, der sehen kann und seine Träger vor Hindernissen warnt. Taucht ein Hindernis auf, wird der Träger durch Vibrationen im Schuh, akustische oder visuelle Signale gewarnt. Bereits im Alter von 17 Jahren hat Kevin Pajestka die Idee zum Schuh mit seinem damaligen Partner entwickelt. Die beiden Schüler suchten ein innovatives Diplomarbeitsthema im Bereich Gesundheitstechnik. Durch Gespräche mit einem an Parkinson erkrankten Nachbarn, wurde die Idee geboren, das Stolpern von beeinträchtigten Personen mit einem technischen Hilfsmittel zu verhindern.

The Shoe was born.

Relativ früh stellte sich dann heraus, dass so ein Schuh nicht nur bei Parkinson helfen kann, sondern auch für sehbeeinträchtigte und ältere Menschen eine maßgebliche Erleichterung im Alltag wäre. Aus dem Schulprojekt wurde mithilfe des patenterprobten Direktors der Schule eine konkrete Business-Idee.

„Viele Lehrer schüttelten den Kopf und sagten das kann nicht funktionieren.“

Entgegen sämtlicher Widerstände setzte sich der junge Kevin Pajestka durch, meldete den Schuh als Patent an und die Erfolgsgeschichte nahm seinen Lauf. Heute hat Kevin Pajestka mit seinem Partner Markus Raffer das junge und innovative Unternehmen Tec Innovation. Im Frühjahr soll dann der Schuh in Österreich und Deutschland auf den Markt kommen.

Ich habe Kevin angerufen und wollte wissen wie das jetzt genau war, mit ihm und dem Schuh. Hier das Interview:

Kevin, was war Deine Motivation für den Schritt in die Selbstständigkeit?
Letztlich die Unabhängigkeit. Ich wollte mein eigener Chef sein.

Das war sicherlich nicht leicht für dich. Mit welchen Hürden und Widerständen hattest Du zu kämpfen? Ich war alleine und es gab wenig Beratung. Das machte es natürlich schwierig. Aber auch das fehlende Kapital stellt immer eine enorme Hürde dar. Doch wir haben bis jetzt alle Finanzierungen ohne Banken bewältigen können. Das war nur möglich, weil meine Familie, meine Freunde und ich an die Idee glauben und diese auch finanziell tragen. Da hat auch schon mal die Oma das Sparschwein geknackt. Derzeit haben wir über privates Sponsoring, wie auch Investoren insgesamt rund € 250.000 an Kapital erhalten.

Würdest Du rückblickend betrachtet, etwas anders machen?
Ja. Gerade im Bereich der Beratungen. Ich würde heute besser wissen an wen ich mich wenden muss, wenn es um Hilfestellungen und Unterstützungen geht.

Wie wichtig ist es Dir eigentlich als Unternehmer gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Wenn das kein zentraler Punkt für mich wäre, würde es mein Unternehmen nicht geben. Unser Anliegen ist es die Situation für eine beeinträchtigte Zielgruppe verbessern und ziehen diese bereits von Anfang an in die gesamte Entwicklungsphase ein. Auch mein Geschäftspartner, Markus Raffer ist nahezu erblindet. Er hat von meiner Idee gehört und ist ins Unternehmen eingestiegen. Gesellschaftliche Verantwortung ist uns ein zentrales Anliegen.

Welchen Gedanken möchten Sie jungen und werdenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn man seine Idee wirklich zum Business machen will, muss man mehr als 100% von dieser überzeugt sein. Man muss hautnah am Kunden sein, um verstehen zu können wie er denkt und was er benötigt. Vor allem aber muss man dann dazu bereit sein, die volle Energie in die Realisierung der Idee zu investieren. Dann kann es funktionieren.

Die Eisbrecher sagen: Thumbs Up!

Junge und innovative Köpfe sind die #HeroesUnsererZeit und es gibt zu wenige. Wir brauchen euch immer und vor allem überall, denn die Anforderungen verändern sich und wir brauchen stets neue Antworten.

Spürst du die Veränderung? #UnternehmenKämpfenJetzt für ihre Kunden. die-eisbrecher sagt dir wie.