Diese Studien lassen Schluss zu: Themen-Marketing ist die Zukunft

  • 4. Oktober 2016, 09:38

Die kommunikative Ausgangslage: Die Werbeindustrie steckt in einer katastrophalen Glaubwürdigkeitskrise! Medienkonsumenten blenden herkömmliche Werbung aufgrund eines Überangebotes an Content zunehmend aus und wehren sich aktiv gegen irrelevante Berieselung.

Mittlerweile nutzt knapp die Hälfte aller Österreicherinnen und Österreicher einen Werbeblocker (Adblocker) auf mindestens einem ihrer digitalen Geräte.

Im neuen Medienzeitalter sind Konsumenten letztlich nur noch für Inhalte von persönlicher Relevanz empfänglich. Das erfordert eine grundsätzliche Veränderung im Denken.

  1. Die klassische Werbewelt wird disruptiv verändert.
  2. Werbetreibende Unternehmen werden selbst zu Medien.
  3. Relevanter Content ist der kommunikative Treibstoff.

In der digitalen, neuen Medienlandschaft ist jedes Unternehmen, sogar jede Person, ein Publisher. Alle Dax-30-Unternehmen betreiben mittlerweile Content-Marketing in unterschiedlichem Ausmaß. Das bedeutet, dass die klassischen Werbeformen nicht mehr die zentrale Rolle der Unternehmenskommunikation darstellen. Sie haben zwar weiterhin Bestand, aber eine zeitgemäße Kampagne wird im Herzen online, mit redaktionellem Hintergrund geplant und dann möglicherweise klassisch verlängert.

Plötzlich selbst ein Medium zu sein, bedingt die Verantwortung dieses Medium mit relevanten Inhalten zu befüllen. Unternehmen müssen also auf ihren eigenen Plattformen über relevante Themen sprechen, um ihre Zielgruppe zu erreichen und somit kommunikative Relevanz zu erlangen. Diese relevanten Inhalte sind somit für jeden Publisher überlebenswichtig.

Konsumenten erwarten heute jedoch mehr von Marken!

Eine aktuelle Studie besagt, dass mittlerweile 62% der Generation-Y nicht mehr davon ausgeht, dass heutige Regierungen und Politik selbst im Stande sind eine bessere Zukunft zu gestalten. Neben der klassischen Werbeindustrie, stecken ebenso Politik und Medien in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise.

62% der Befragten sehen zunehmend Unternehmen in der Rolle der Verantwortungsträger unserer Gesellschaft und berücksichtigen dies auch in ihrem Konsumverhalten. Das bedeutet einerseits, dass Unternehmen durch verantwortungsvolle Ausrichtung ihrer unternehmerischen Tätigkeiten einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten können, der in Konsequenz durch gesteigerten Konsum honoriert wird. Andererseits bedeutet dies aber vor allem, dass starke Marken im neuen Medienzeitalter über die wirklichen Themen von gesellschaftlichem Interesse sprechen müssen.

Themen-Marketing ist die Antwort auf das Bedürfnis von uns Konsumenten!

Marken werden zu Themenführern. Sie verbünden sich mit ihrer Zielgruppe um ein gesellschaftliches Thema von Relevanz und führen gemeinsam die gewünschte gesellschaftliche Veränderung herbei.

Unternehmen müssen sich über ihre kommunikative Kraft bewusst werden und sich dann folgende Fragen stellen:

  • Welche ist meine Rolle in meinem Umfeld?
  • Was tue ich für meine Konsumenten?
  • Und warum soll ich für diese Menschen wichtig sein?

Relevante Inhalte zu liefern, Position zu beziehen und für die Interessen der Konsumenten zu kämpfen, das definiert heute wirklich starke Marken!

Foto: Lisa S. / shutterstock